Est-ce que tu parles français?

Solltest du aber vielleicht, spätestens dann nämlich, wenn die Initiative des “Comité pour la langue du droit européen” (CPLDE) , die Französisch als einzige Rechtssprache der EU etablieren möchte (s. EurActiv von heute), Erfolg hat.

CPLDE leader Maurice Druon, well-known author and Academie Française secretary said: “All languages are equal and all the national sensitivities are duly protected. However, as regards the interpretation of texts it is better to be certain what we are writing. The Italian language is the language of song, German is good for philosophy and English for poetry. French is best at precision, it has a rigour to it. It is the safest language for legal purposes…The language of Montesquieu is unbeatable.”

Ich möchte gleich vorweg schicken, ich mag die französische Sprache. Natürlich habe ich, wie fast alle meine Leidensgenossen in der Schule, Französisch gefürchtet und gescheut. Aber nach dem Abitur und mit der Zeit hat sich das irgendwie gewandelt.

Der Tatsache, einer Sprache in einer bestimmten Sache ein alleiniges Existensrecht einzuräumen, stehe ich aber gespalten gegenüber. Ich bin nunmal überzeugter Verfechter der Mehrsprachigkeit in der Europäischen Union. Ist es doch das beste Beispiel dafür, dass die Union keine Gleichmacherin ist und sich ihrer Wurzel, der kulturellen und somit auch sprachlichen Vielfalt, bewusst ist. Oft wird mir entgegnet, dass das viel zu teuer sei. Allein der Unterhalt der offiziellen Dolmetscher und Übersetzer. Dieses Argument kann ich aber nicht teilen. Ich finde es wichtig, dass ein Abgeordneter auch versteht, über was er entscheiden soll. Und Sprache ist nun mal genau! Ebenso will ich ja auch als EU-Bürger verstehen, worüber in Brüssel und Strasbourg gerade debattiert wird.

Aber genau das ist halt der springende Punkt. Damit Sender und Empfänger sich richtig verstehen, müssen sie eben den gleichen Bedeutungs- und Zeichenvorrat haben. Einfacher ausgedrückt, sie müssen die gleiche Sprache auf dem selben Niveau sprechen. Und das ist ja aktuell gerade so noch beim Englischen der Fall. (Darauf, wie degeneriert das internationale Englisch mittlerweile ist, will ich hier gar nicht erst eingehen.)

Was ist also zu tun? Schließlich sollte ja gerade in der Rechtsprechung tunlichst darauf geachtet werden, dass der Sinn nachher auch allen klar wird. (Glaube ich jedenfalls, bin aber natürlich kein Jurist.) Wir werden wohl abwarten müssen. Das ist doch mal eine Thema, zu dem sich der neue Kommissar für Mehrsprachigkeit, Leonard Orban, mal grundsätzlich äußern könnte.