Der Dickschädel bleibt da!

Nischel, bei den Chemnitzer Begegnungen (im Original von Michael Wittig)

Da bin ich mal einige Tage unterwegs und fern des Studienortes, schon verpasse ich eine heiße Debatte, die die Stadt Chemnitz in die nationalen Medien bringt. Und dieses Mal ist es nicht mal in Verbindung mit Ausschreitungen beim Fußball oder Übergriffe von Rechten. Nein, dieses Mal geht’s um das Chemnitzer Wahrzeichen schlechthin: Die Karl-Marx-Statue!

Ein litauischer Künstler wollte die Sehenswürdigkeit von Chemnitz nach Münster auf die Ausstellung skulptur projekte münster 07 verfrachten. Das lehnte Chemnitz ab! Auch der Wunsch eine Kopie für die Ausstellung anzufertigen wurde von der Bürgermeisterin Ludwig abgelehnt.

Ich bin da etwas gespalten. Einerseits verstehe ich die Begründung, dass der “Nischel” ein Chemnitzer Original ist, und auch nur zusammen mit der Inschrift “Proletarier alle Länder vereinigt euch” im Haus dahinter als Objekt wahrgenommen werden muss. Aber andererseits hat sich die Stadt doch die Chance verspielt, ein bisschen Positivwerbung für sich zu machen. Ein Kopie hätte meiner Meinung nach der Stadt in keiner Weise geschadet. Denn so kommen sicherlich nicht mehr Besucher in die Stadt.

Offensichtlich hat die Stadt nun schon mindestens zwei Dickschädel.

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