Laut, schnell, tief und doch zu hoch? — Ein Tag unterwegs mit der Europa(bus)tour

Am Dienstag machte die gemeinsame Europa(bus)tour von MDR und der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland halt in der Mittelschule in Chemnitz-Altendorf. Also in jener Stadt, in der ich seit viel zu langer Zeit am Abschluss meines Studiums arbeite. Ich überlegte keine zwei Mal. Wenn der ehemalige Weltmeisterschaftsbus der schwedischen Nationalmannschaft nun schon einmal in meiner Nähe ist, wollte ich mir das Europaspektakel nicht entgehen lassen. Ich habe also die Chance genutzt, und mir einen ganzen Tag lang angeschaut, wie so ein Tag auf der Europatour aussieht.

Wie muss man sich also einen Schultag vorstellen, wenn das selbsternannte Jugendradio JUMP auf dem Hof seine Soundanlage aufbaut und sich ein großer blauer Bus an den Eingang stellt?

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Mit quietschenden Reifen zur Jugend Europas

Auf Twitter und Facebook hatte ich schon mehrfach darauf hingewiesen. Eine Kommilitonin von mir aus Chemnitz fährt seit drei Wochen mit dem Europabus der Kommissionsvertretung in Deutschland und dem öffentlich-rechtlichen Radiosender JUMP für 10 Wochen durch insgesamt 50 mitteldeutsche Schulen und versucht den Schülerinnen und Schülern Europa nahe zu bringen. Offiziell heißt das Ganze dann:

“Die Europäische Kommission und das Jugendradio MDR JUMP begeben sich von April bis Juni gemeinsam auf Europatour durch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Mit einem speziell gestalteten Info-Bus, Soccer-Europameisterschaften, europäischen Sounds, Wissenstest und Workshops sowie vielen weiteren Angeboten wird den Schülern Europa nahe gebracht. Außerdem stehen Minister, Abgeordnete und junge Europäer den Jugendlichen Rede und Antwort.” (aus der Presseerklärung der Kommissionsvertretung vom 08. April 2010)

Als ich zum ersten Mal von der Aktion gehört habe, wußte ich nicht recht, ob ich’s gut oder schlecht finden sollte. Würde es überhaupt möglich sein, die Idee Europa an einem Schultag und dann von “außen” vermitteln zu können? Nur eines war klar, Manja musste bloggen. Und so habe ich sie mehr oder weniger dazu genötigt, ein kleines Reisetagebuch online zu führen, dessen Lektüre ich euch heute wärmstens an Herz legen möchte. Nicht nur lerne ich von bislang nie gehörten Städten und Dörfern aus dem Herzen Europas, sondern auch viel darüber, wie es sich eigentlich anfühlen muss, die Europäische Union tagtäglich von Neuem interessant erscheinen zu lassen.

Danke dir, Manja, dass du so ausdauernd von der Tour berichtest. Halte durch .. bitte.