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	<title>europaeum &#187; Kroatien</title>
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		<title>Kroatien und Slowenien einigen sich im Grenzstreit</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Aug 2009 21:15:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war nur eine kleine Meldung vergangene Woche, die ich, wie beim sprichtwörtlichen Wald vor lauter Bäumen, in der inhaltlichen Leere des Sommerloches zunächst komplett übersehen habe. Es ist aber gleichsam eine Meldung mit wichtiger Botschaft für den EU-Beitrittskandidaten Kroatien, &#8230; <a href="http://www.europaeum.eu/blog/kroatien-und-slowenien-einigen-sich-im-grenzstreit/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es war nur eine kleine Meldung vergangene Woche, die ich, wie beim sprichtwörtlichen Wald vor lauter Bäumen, in der inhaltlichen Leere des Sommerloches zunächst komplett übersehen habe. Es ist aber gleichsam eine Meldung mit wichtiger Botschaft für den EU-Beitrittskandidaten Kroatien, der es in letzter Zeit alles andere als ruhig um sich hatte. Einerseits hatte Slowenien weiterhin den Beitritt des Nachbarn <a href="http://www.europaeum.eu/blog/konfliktszenario-zwischen-kroatien-und-slowenien/" target="_self">blockiert</a>, andererseits wurde die Republik schwer von der Wirtschaftskrise getroffen und schließlich, wohl auch als Konsequenz dieser beider Rückschläge, dennoch überraschend, trat Anfang Juli der pro-europäische, kroatische Ministerpräsident Ivo Sanader, <a href="http://www.europaeum.eu/blog/kroatien-spekulationen-um-sanaders-rucktritt/" target="_blank">zurück</a>. Angesichts dieses Erbes hat die neue Ministerpräsidentin, Jadranka Kosor, keinen ruhigen Sommer. Umso überraschender ist hier die positive Nachricht, die die Financial Times Deutschland letzte Woche <a href="http://www.ftd.de/politik/europa/:Weg-frei-f%FCr-EU-Aufnahme-Kroatien-und-Slowenien-einigen-sich/547623.html?nv=cd-rss220" target="_self">berichtete</a>. Demnach hätte sich die Regierungschefin Kroatiens mit dem slowenischen Kollegen, Borut Pahor, am Freitag darauf geeinigt, den Adriagrenzstreit, der Grund für die EU-Blockade war, noch bis Jahresende lösen zu wollen.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Beide Seiten hätten nun [...] den richtigen Weg gefunden. Deswegen sei sie sehr zufrieden, sagte die kroati[s]che Premierministerin Kosor [...]. Pahor bestätigte, dass sie sich über den Rahmen für eine Lösung geeinigt hätten. Nun folgten Gespräche über die Details. Diese würden aber nicht vor laufenden Kameras verhandelt, fügte er hinzu. (<a href="http://www.ftd.de/politik/europa/:Weg-frei-f%FCr-EU-Aufnahme-Kroatien-und-Slowenien-einigen-sich/547623.html?nv=cd-rss220" target="_blank">FTD</a> Onlineausgabe, vom 31.07.2009)</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Ein solche, überraschend schnelle Lösung in dem Konflikt, der sich leider zuzuspitzen drohte und von Seiten der Medien <a href="http://www.europaeum.eu/blog/konfliktszenario-zwischen-kroatien-und-slowenien/" target="_blank">Eskalationspotential</a> beschwor, lässt einmal mehr Raum für Spekulationen, vor allem über den Grund Sanaders Rücktritt. Warum schreiten die Verhandlungen im Grenzstreit jetzt so gut vorran? Lag es in der Verbissenheit des ehemaligen kroatischen Ministerpräsidenten, parout kein Stück Land an Slowenien abgeben zu wollen? Hat Kosor einfach ein besseres Händchen in dieser Causa? Oder hat ihr slowenischer Konterpart deeskalierend eingelenkt? Vielleicht verändern sich einfach in bester Eurovisionsmanier und in Anbetracht der bevorstehenden EU-Mitgliedschaft Islands, die in ihren Beitrittsverhandlungen an dem südosteuropäischen Land vorbeizuziehen drohen,  die Vorraussetzungen? Wir wissen es  heute noch nicht, aber wir werden sicher im Laufe des Jahres, mit voranschreitenden Verhandlung mehr darüber erfahren. Seien wir einfach froh, dass es die Nachbarn nun doch unter sich regeln wollen. Es kann weder den beiteiligten Staaten noch der Europäischen Union schaden.</p>
 <p><a href="http://www.europaeum.eu/?flattrss_redirect&amp;id=965&amp;md5=7685d1d264d40352d48f2adea6afd4c0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.europaeum.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Konfliktszenario zwischen Kroatien und Slowenien</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 14:10:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzstreit]]></category>
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		<description><![CDATA[Das kroatische Wochenmagazin Globus bringt in seiner aktuellen Ausgabe (Nr. 971 vom 22.7.2009) einen Vergleich des militärischen Potentials zwischen Kroatien und seinem Nachbarn Slowenien, sollte es zu einem bewaffneten Konflikt kommen. Wäre dieses Dossier in einem militärischen Fachblatt erschienen, wäre &#8230; <a href="http://www.europaeum.eu/blog/konfliktszenario-zwischen-kroatien-und-slowenien/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Das kroatische Wochenmagazin <a href="http://www.globus.com.hr/">Globus</a> bringt in seiner aktuellen Ausgabe (Nr. 971 vom 22.7.2009) einen Vergleich des militärischen Potentials zwischen Kroatien und seinem Nachbarn Slowenien, sollte es zu einem bewaffneten Konflikt kommen. Wäre dieses Dossier in einem militärischen Fachblatt erschienen, wäre es hier sicher nur eine Randbemerkung. Der konservative Globus ist aber ein vielgelesenes Nachrichtenmagazin und gehört in Kroatien zu den Mainstreammagazinen. So lässt diese Analyse doch einen erheblich faden Beigeschmack zurück.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.europaeum.eu/wp-content/uploads/2009/07/Grenzstreit-Bucht-von-Piran.jpg"><img class="size-full wp-image-949  alignnone" title="Grenzstreit Bucht von Piran" src="http://www.europaeum.eu/wp-content/uploads/2009/07/Grenzstreit-Bucht-von-Piran.jpg" alt="Grenzstreit Bucht von Piran" width="470" height="435" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Die Situation der beiden Länder ist ohne relativ angespannt. Zwischen den Nachbarn herrscht seit Jahren ein höchst emotionaler Streit über ein Stück <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Konflikte_der_Nachfolgestaaten_Jugoslawiens#Die_Meeresgrenze_zwischen_Slowenien_und_Kroatien">Grenzgebiet</a>, dass Slowenien den Zugang zu internationalen Gewässern erschweren würde. Als Mitglied der Europäischen Union ist es für Slowenien aber nur ein rein theoretisches Szenario, haben sie doch über Italien, mit dem es auch in anderen Bereichen wie der militärischen Luftraumüberwachung sehr gut zusammenarbeitet, weiterhin Zugang. Dennoch <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,621517,00.html">blockiert</a> Slowenien die EU-Beitrittverhandlungen Kroatiens, bis zu einer für sie positiven Lösung des Grenzstreits. Diese Blockadehaltung, der auch die Ratspräsidentschaft und die Kommission nur wenig entgegenzusetzen vermochten, war eine der Begründungen des ehemaligen Ministerpräsidenten Ivo Sanaders, von seinem Amt <a href="http://www.europaeum.eu/blog/kroatien-spekulationen-um-sanaders-rucktritt/">zurückzutreten</a>, und schürt zunehmend Emotionen gegen die Europäische Union und gegen das Nachbarland.</p>
<p style="text-align: justify;">In diesem Kontext finde ich es unverantwortlich, &#8220;kroatische MIGs gegen slowenische Hummer&#8221; <a href="http://www.dnevnik.si/novice/svet/1042283701">aufzurechnen</a> und verschiedene Konfliktszenarien durchzuspielen. Auch wenn der Globus sie selbst als &#8220;unrealistische&#8221; bezeichnet, hinterlässt ein solcher Bericht alles andere als Vertauen in der Bevölkerung gegenüber dem eigentlichen befreundeten Nachbarn und der Europäischen Union. Hoffentlich bleibt dieses Dossier nur ein Ausrutscher in der kroatischen Medienlandschaft.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Bildnachweis: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Grenzstreit-Bucht-von-Piran.jpg">Wikimedia Commons</a></em></p>
<p style="text-align: justify;">
 <p><a href="http://www.europaeum.eu/?flattrss_redirect&amp;id=945&amp;md5=63e62b00dc256b7bcc6219c8bb6c2ee9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.europaeum.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Spekulationen um Sanaders Rücktritt</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 21:43:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Ivo Sanader]]></category>
		<category><![CDATA[Kroatien]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich glaube ich kann zurecht behaupten, dass ich nicht der einzige war, der vor einer Woche aus allen Wolken fiel, als der kroatische Premierminister Ivo Sanader seinen sofortigen Rücktritt bekannt gab. Wie viele andere, die nur die Schlagzeilen mitbekommen hatten, &#8230; <a href="http://www.europaeum.eu/blog/kroatien-spekulationen-um-sanaders-rucktritt/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.europaeum.eu/wp-content/uploads/2009/07/predsjednik_vlade_povlacim_se_iz_aktivne_politike.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-912" title="predsjednik_vlade_povlacim_se_iz_aktivne_politike" src="http://www.europaeum.eu/wp-content/uploads/2009/07/predsjednik_vlade_povlacim_se_iz_aktivne_politike.jpg" alt="predsjednik_vlade_povlacim_se_iz_aktivne_politike" width="470" height="313" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Ich glaube ich kann zurecht behaupten, dass ich nicht der einzige war, der vor einer Woche aus allen Wolken fiel, als der kroatische Premierminister Ivo Sanader seinen sofortigen Rücktritt bekannt gab. Wie viele andere, die nur die Schlagzeilen mitbekommen hatten, dachte ich sofort an gesundheitliche Gründe bei ihm oder seiner Familie, denn schließlich war mir in bester Erinnerung, dass er zuletzt noch als sicherer Kandidat für das Präsidentamt galt. Nichts hatte für mich den Eindruck gemacht, dass Sanader nicht weitermachen wolle. Auch den ersten Mutmaßungen, dass sein Rücktritt mit der Erweiterungspolitik der Europäischen Union in Verbindung stehen würde (<a href="http://www.vlada.hr/hrvatski/naslovnica/novosti_i_najave/2009/srpanj/predsjednik_vlade_povlacim_se_iz_aktivne_politike/izjava_predsjednika_vlade_dr_sc_ive_sanadera__1">Video der Pressekonferenz zum Rücktritt</a>, gleich die erste Frage, ab Minute 8:15), konnte ich mir bei einer solchen Persönlichkeit nur schwerlich vorstellen. Der Mann hat in den letzten Jahren wohl genug mitgemacht, als dass ihn die Hinhaltetaktik Olli Rehns oder die Blockade Sloweniens etwas ausmachen würde. Ich wollte also abwarten, was die Tage so für Nachrichten bringen, schließlich gilt auch in Zeiten von Twitter und Co. &#8220;nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird&#8221;. Aber ich wurde enttäuscht. Ich habe bislang immernoch keine verlässlichen Informationen zu Sanaders Rücktritt herausbekommen können. Die Spekulationen über mögliche politische Ämter in Kroatien oder der EU hat der ehemaligen Regierungschef sofort den Gar ausgemacht. Andere Theorien finden sich, wo sonst, in der Blogosphäre. Dort regt sich vor allem Unmut über den Zeitpunkt des Rücktritts und, dass die kroatische Bevölkerung  wegen der Gründe im Dunkeln gelassen wird.<span id="more-908"></span></p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Andere kritisieren ihn heftig und werfen ihm vor, Kroatien in die Krise gedrängt zu haben und jetzt rechtzeitig mit dem Abgang die Kurve zu kratzen, bevor das Land entgültig den Bach runtergeht. Auch vermuten Stimmen heftige Kritik seitens der EU, die Sanader in die politischen Knie gezwungen hätte. Der Präsident der Gegnerpartei HNS, Radimir Cacic, nennt ihn eine feige &#8230; und unterstellt ihm das &#8220;sinkende Schiff&#8221; Kroatien auf politischer Ebene rechtzeitig verlassen zu wollen. (<a href="http://www.dasbiber.at/content/kroatien:-%C3%BCberraschender-r%C3%BCcktritt-von-premier-ivo-sanader!"><span>Ivana Martinovi</span>ć</a> vom 07. Juli 2009)</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">One and a half day after Croatian prime minister Sanader resigned we know as little about his reason as at the very beginning. Croatian society is taken hostage by Sanader&#8217;s refusal to say why he stepped down. He said it was for &#8220;personal reasons&#8221;, but immediately added that &#8220;thank God&#8221; he is not ill. So what is he? Tired? I guess so. But name me one prime minister or president who is not tired. Maybe he was politically worn out. Although he claimed to have achieved everything he wanted to achieve, the truth is that he leaves Croatia behind in a state of despair and in need of repair. [...]</p>
<p style="text-align: justify;">Meanwhile, everybody says everybody is speculating. But I am honestly surprised that so few realistic reasons were suggested. Croats love conspiracy theories, but Sanader&#8217;s decision took everybody by surprise. No one has a clue. (<a href="http://croatiancrescent.blogspot.com/2009/07/sanaders-reasons-for-stepping-down.html">Croatian Crescent</a> vom 02. Juli 2009)</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Was auch immer die wahren Gründe für seinen Rückzug aus dem politischen Leben sind, wir werden wohl noch etwas auf eine Antwort warten müssen. Kroatien darf aber nicht darauf warten und muss weitermachen. Die ehemalige Vize und neue Premierministerin Jadranka Kosor wird ihrerseits die Gespräche mit der Europäischen Union und vor allem Sloweniens in der Frage der Grenzstreitigkeiten aufnehmen müssen und darf nicht warten, dass man auf sie zukommt. Die Slowenen werden sicher nicht von sich aus die Blockade aufheben, so sehr ich den Frust der Kroaten in dieser Sache auch verstehen kann.</p>
<p style="text-align: left;">Hier noch ein kleiner Lese- und Hörtipp. Ein Portät hat der  österreichische Der Standard veröffentlicht (<a href="http://derstandard.at/fs/1245820582745/Portrait-Modernisierer-Ivo-Sanader-hat-nicht-alle-Ziele-erreicht">&#8220;Modernisierer Ivo Sanader hat nicht alle Ziele erreicht</a>&#8220;) Und auch das ARD-Hörfunkstudio Wien hat einen hörenswerten Beitrag zum Thema produziert.</p>
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<p style="text-align: right;">Quelle: <a href="http://www.tagesschau.de/multimedia/audio/audio40712.html" target="_blank">tagesschau.de</a> (Dauer 3:28 Min.)</p>
<p style="text-align: right;">
<p>Bildnachweis: <a href="http://www.vlada.hr">Vlada Republike Hrvatske</a></p>
 <p><a href="http://www.europaeum.eu/?flattrss_redirect&amp;id=908&amp;md5=debe092ab5b218c6a811a4e5ccd045f5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.europaeum.eu/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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