Euro gewinnt an Bedeutung

Na, da können wir, die wir in Euro leben, uns doch freuen. Wie der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages gerade veröffentlichte (siehe unten), sieht die internationale Bilanz des Euros prächtig aus. Wir sind zwar immer noch hinter dem US Dollar, aber knapp.

“Während der Euro dem USD als Wertaufbewahrungsmittel relativ nahe kommt, ist der Abstand als Zahlungsmittelund Recheneinheit weiterhin immens.”

Das wird sich aber auch noch ändern, wenn die sich Eurozone in Zukunft über den ganzen europäischen Kontinent erstrecken wird.

Ich frage mich nur, ob das so gut ist. Klar, dadurch, dass wir den Euro als Heimwährung haben, sind Importe für uns preiswerter. (Dass das der deutschen Exportindustrie hingegen nicht gerade entgegen kommt, bekommen wir ja alle Nase lang vor Augen geführt.) Aber wenn der Euro stärker wird, muss doch der Dollar unweigerlich erschwachen, oder? Ist das gut, ist das schlecht? Ist es überhaupt erstrebsam, einen in Relation schwachen Dollar zu haben? Ich kenne mich leider noch überhaupt nicht in der internationalen Volkswirtschaftlehre aus, aber der gesunde Menschenverstand lässt mich stutzen.

Quelle: “Die internationale Bilanz des Euros“, Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages, 29.01.2007

Le Taurillon jetzt auch auf deutsch

Das französische Onlinemagazin der Jeunes Européens “Le Taurillon” scheint ein Erfolg zu sein. Die Jungen Europäer starteten nach der französischen, englischen und italienischen Version nun auch eine deutschsprachige. Seit dem 15. Januar 2007 erscheint diese nun als Kooperation aus den Jeunes Européens, den Young European Swiss, der JEF-Österreich sowie der JEF-Deutschland und trägt sogleich den Namen “Der Europastier“.

“Europastier soll dazu beitragen, für alle Proeuropäer einen Raum für freien Ausdruck, Begegnungen, Kommunikation und Nachdenken im deutschsprachigen Netz zu schaffen”, so die Redaktion in ihrer Selbstdarstellung.

Damit macht es sich der Europastier sicherlich nicht einfach. Das 2001 gegründete Nachrichtenmagazin “Café Babel” bezeichnet sich nicht zu unrecht als die Europa-Zeitung. Café Babel ist sowas wie der Platzhirsch unter den europäischen Online-Jugendzeitschriften. Es erscheint in sieben Sprachen und gibt sich als das Medium, das der “Eurogeneration” eine Stimme geben will. Gegen Café Babel wird wohl kein Ankommen sein. Und im Interesse einer wahren Vielfalt darf es das auch nicht!

Spannend wird es also zu sehen, wie sich der Europastier abgrenzen wird. Wenn man sich mal die Anzahl der Artikel und die Kommentare anschaut, scheinen es die Macher mit der französischen Version ja geschafft zu haben.