Ich bin es langsam leid. Hätte vor allem nicht gedacht, dass ich mich sogar auf dem politcamp09.de darüber hätte ärgern müssen. Aber jedes Mal, wenn ein neues Projekt/Kampagne gestartet wird, schreit irgendjemand auf, der oder die sofort eine Facebookgruppe aufmachen möchte. Als sich facebook für deutsche Studierende öffnete, war das sicherlich noch eine gute Idee, weil es einfach nicht ausreichende geeignete Features gab (so wie heute noch bei studiVZ, wenn man kein Budget hat). Spätestens mit der letzten Umstrukturierung der persönlichen Streams und dem Verhalten und dem Layout der damaligen “Pages” sind Gruppen den meisten Ansprüchen für “social web”-Aktivitäten jedoch unterlegen. Daher plädiere ich: Hört endlich mit diesen Gruppen auf, nutzt die Pages!
Schließlich hat man doch auch schon damals gesehen, wie schwierig es ist, Leute längerfristig für ein Projekt/Idee/Kampagne zu begeistern, wenn man diese ausschließlich über eine Gruppe betreuen oder motivieren möchte. Gruppen (übrigens genauso wie in meinVZ/studiVZ) bringen halt in der Regel keine Aktivität. Ist ja auch ganz klar, Nutzer müssen sich die Informationen in Gruppen abholen und bekommen Sie nicht geliefert, man hat nur wenige Möglichkeiten neben der eigentlichen Forumsdiskussion und wenn man Pech hat, muss man sogar bitten, in eine Gruppe aufgenommen zu werden. Wenig niederschwellig das Ganze!
Anders sieht es bei Pages aus. Diese haben den ganz entscheidenden Vorteil, das sie quasi wie ein eigenes Profil, eine spezielle Seite zu einem bestimmten Thema, einer Kampagne oder Person darstellen. Es gibt einen Stream, dessen Elemente man kommentieren kann. Jeder kann in diesen Stream posten und alles was dort geschieht ist transparent genug, dass sogar Nichtnutzer von Facebook den Content in der Regel einsehen können. Allein das würde mich schon überzeugen, und da habe ich noch nicht mal mit den anderen Features angefangen, wie zum Beispiel das Messen der demographischen Daten seiner “Fans” oder “Supporter”, die Möglichkeit für die Facebookpage innerhalb des Netzwerks Anzeigen zu schalten oder gar die Option, wie eben in einem Nutzerprofil, Facebookapplications hinzufügen zu können, sei es der RSS-Feed oder sonstwas für eine Spielerei. Es gibt so viele Chancen, Aktivität in seine Diskussion zu bekommen. Man muss sie nur nutzen, zum Beispiel mit Pages.

2 points…
(1) I’ve assembled a guide about how to use FB for politics – PPT can be downloaded here.
(2) For excellent data on Facebook demography, inc. Germany, have a look at this.
I was thinking about writing a guide or at least collecting some ideas on how the social media on the internet can be better used for campaigning, too. Also, I found a nice introduction by digiactive on how NGOs can use facebook for their campaigns some time ago.