And here’s another attempt to explain the Euro cisis. This time by the glorious New Media Animation.
Author Archives: Martin
Why the U.S. wouldn’t have a Euro crisis
“The Euro zone’s financial crisis is a mess and it does not appear to be remedied anytime soon. Reuters finance blogger, Felix Salmon, explains the complex nature of the Euro zone with simple Lego.”
Also, an honest thanks to Reuters for allowing private and non-commercial video embeds.
Entgrenzungen: EU-Berichterstattung in Deutschland
Am vergangenen Donnerstag war ich eingeladen, in Bremen auf einer Diskussion über Entgrenzungen in der journalistischen Arbeit meine Kritik am dt. EU Jorunalismus gegenüber Vertretern des Deutschen Journalistenverbandes und Journalistik-Studierenden der Hochschule Bremen zu erklären.
Meine Befürchtung als Blogger von den gestandenen Journalisten auseinander genommen zu werden, ist indes nicht eingetreten. Vielmehr waren wir uns einig, dass es (streitbare) Gründe dafür gibt, warum vor allem freie EU-Korrespondenten oftmals nur die Rolle der Vermittlung von offiziellen Inhalten bleibt, und echter, investigativer Journalismus nur wenig möglich ist. Diese liegen eben oftmals in den Heimatredaktionen.
Trotz dieser Gründe halte ich allerdings mein Plädoyer aufrecht, den Leserinnen und Lesern, gerade regionaler Zeitungen, ein höheres Niveau der Berichterstattung zuzutrauen. Durch bloßes Kopieren von Agenturmeldungen und Kommissionsinformationen wird die Presse meiner Meinung nach ihren gesellschaftlichen Pflichten kaum gerecht. Das könnte ich auch problemlos von Berlin aus machen, ohne jemals mit Vertretern der Institutionen ins Gespräch zu kommen.
Gerade in der Hintergrundrecherche und dem Auffinden von zukünftigen Themen liegt auch die Legitimation, die ich im professionellen EU-Journalismus sehe und der von ehrenamtlichen Journalisten wie uns Bloggern aus vielerlei Gründen nur unzureichend nachgekommen werden kann und muss. Vor allem in EU-Themen ist eine “Zusammenarbeit” daher sehr sinnvoll.
Ein kurzer Bericht findet sich auf der Seite des EuropaPunktes Bremen:
“Ein Teil der Diskussion wurde von der Frage geleitet, ob es in den heutigen Zeiten noch notwendig sei, zur Recherche für Artikel vor Ort zu sein, oder aber – wie es der Euroblogger Teubner darstellte – für die Arbeit zumeist ausreiche, auf im Internet verfügbare Informationen zurückzugreifen.
Problematisiert wurde der Widerspruch, dass in manchen Heimatredaktionen mitunter angenommen wird, dass die Pressedienste aus Brüssel allemal ausreichend und Korrespondenten durchaus verzichtbar seien, während die Fachjournalisten zuhause oft daran verzweifeln, wenn bei Einzel-Themen wie zum Beispiel Agrarpolitik oft der nötige Fachverstand fehlt und die wirklich kritischen Inhalte zuhause herausgearbeitet werden müssen.
“Wir beleuchten das Thema Europa aus einem ganz anderen Winkel und wollen auch gar nicht in Konkurrenz zu Journalisten stehen.” erklärt der Euroblogger Teubner seine Rolle.
Blogger und Journalisten “klassischer” Art seien gar nicht so weit voneinander entfernt, wie man meinen möchte, sondern würden grundsätzlich verschiedene Zielgruppen bedienen, legte Pia Menning von der EU-Abteilung dar.”(Auszug)
Wir brauchen echten Journalismus aus Brüssel [Updated]
Das Social European Journalism Blog fragt heute, warum Journalisten Brüssel verlassen, und greift damit einen Punkt auf, der schon vor einem Jahr für Gesprächsstoff in der Euroblogosphäre sorgte. Das Klagen über ein Aussterben derjenigen Journalisten, die über europäische Themen aus Brüssel direkt und unverfälscht berichten, hält noch immer an, und das EU-Pressekorps ist bislang noch nicht aus seiner Traumwelt aufgewacht.
Viele Jahre, keine Einigung (Update)
Der Preis für den demotivierendsten Tweet des Tages geht heute an die Europaabgeordnete Ska Keller (Grüne/EFA), die ihr Bedauern darüber äußert, dass der EU-Türkeiausschuss (verfolgt insbesondere die Fortschritte bei den Beitrittsverhandlungen) es nicht geschafft habe, sich in den letzten vier Jahren auf zwei Antragstexte zu verständigen, und diese am heutigen Tag ablehnte. Den genauen Inhalt dieser Anträgen konnte ich nicht ausfindig machen, er sollte allerdings morgen in den Sitzungsdokumenten zu finden sein. Immerhin scheint der Rest der Ausschusssitzung in Istanbul wieder normal zu verlaufen. Hoffen wir also, dass der Aufwand nicht ganz umsonst ist. ;-)