Es ist vorbei, bye bye Junimond, möchte ich singen. Sechs Monate deutscher Ratspräsidentschaft sind zu Ende. Mit Erleichterung aber Wehmut schaue ich zurück auf das vergangene halbe Jahr, das Deutschland so viel Europa und Europa soviel Deutschland gebracht hat. Dieses Halbjahr war intensiv, es gab viele Veranstaltung und es war mir, der immer ein bißchen für die Idee eines vereinten Europas einsteht und versucht den europäischen Gedanken und diesen gemeinsamen Geist weiterzutragen, um vieles leichter, Gehör zu finden. Es schien fast so, als wollten viele getragen durch die massive Medienpräsenz der Europäischen Union mehr über Europa und unser Leben auf diesem Kontinent wissen. Das macht mich froh, und ich hoffe ganz stark, dass es uns möglich sein wird, ein wenig von dieser Europhorie in das nächste Halbjahr hinüberzuretten. Dann, wenn Portugal die Ratspräsidentschaft übernimmt wird, wird es hier wohl ruhiger. Und ich bemerke so gegen Ende des Monats auch ein gewisses Sättigungsgefühl bei dem einen oder der anderen. Also lasst jetzt eine kleine Sommerpause einlegen, um dann frisch gestärkt mit vollem Elan Europa wieder auf die Straße zu bringen. Denn genug zu tun, gibt es schließlich immern.
