Warum uns eine europäische “Blogger gg. Journalisten”-Debatte nicht weiterbringt

Ich habe eigentlich langsam genug von selbstreferenziellen Debatten. Sei es, und da fasse ich mir mit diesem Beitrag auch selbst an die Nase, wenn wir Euroblogger viel Energie in die Diskussionen über die europäische Blogosphäre legen. Wenn Blogger allgemein über ihren Stellenwert in der Medienlandschaft streiten. Twitterer über die gesellschaftliche Akzeptanz und so weiter. Die Liste ließe sich beliebig fortführen.

Gerade auf der europäischen Ebene sind diese Debatte aber besonders häufig, habe ich den Eindruck. Europa macht es nicht anders. Die Europäische Union (wie auch ihre Rechtsvorfahren) kümmert sich seit jeher mehr darum, was es eigentlich sein möchte, anstatt einfach zu sein. Diejenige, die viel mit den europäischen Institutionen zu tun haben, neigen zudem oft dazu, sie in ihrem Verhalten zu kopieren.

Ich finde aber, dass wir, wie die polititschen Verantwortlichen, unsere Energie anders, nämlich konstruktiver und produktiver, einsetzen sollten und könnten.

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Gehen Brüssel die Journalisten aus?

Es war nur eine kleine Meldung, die außer ein paar Retweets zunächst keine größere Debatte nach sich zog. Das Magazin EuropeanVoice meldete letzte Woche, dass sich die International Press Association (frz. abgekürzt API) um eine gefährdete Spezies in Brüssel sorge, die Journalisten.

“The number of accredited journalists has fallen again this year. API considers this an indication of the diminishing importance of Brussels for European media. This cannot be in the interest of either the European institutions or the Brussels press corps.” (EuropeanVoice vom 11. März 2010)

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PolitCamp – where politics meets the interwebs

In general there are two ways to approach big barcamps like this weekend’s PolitCamp in Berlin, a barcamp that in its second year is still designed to bring together politicians, political activists and average joe social media users. You can either follow as many sessions as possible. Or you simply take one or two sessions off, turn to the place where they hand out coffee and listen to the participants. Continue reading

Erstes deutsches BarCamp Europa in Hamburg

So könnte man die Unconference “Forum Europa“, die am 27. März in der Hansestadt Hamburg stattfindet, meiner Meinung nach nämlich auch nennen.

Endlich erreicht dieses geniale, weil offene und kreative, Organisationsprinzip europapolitische Sphären in Deutschland. Ich hatte ja noch auf dem letzten PolitCamp in Berlin bemängelt, dass es gerade während des Europawahlkampfes keine Session zu Europa oder der EU gab. (Bis auf jene freilich, die Kai Bojens und ich spontan über Twitter geplant haben.) Auch die Sessions des diesjährigen PolitCamps werden sich wohl größtenteils um nationale Netzpolitik kümmern, und  über Fragen der Bürgerrechte im Netz (SWIFT, ACTA, Netzneutralität) hinaus die europäische Dimension weitesgehend auslassen. (Ich werde gern berichten, wenn sich Europa glücklicherweise noch in anderen Felder zeigen würde.)

Umso schöner ist es also, dass sich ein kleines BarCamp nun ausschließlich dem Thema Europa widmet wird und versucht die Debatte über Europa im Norden des Landes zu fördern .. oder um mit Lars Becker einen der Veranstalter zu zitieren:

[Ich] bin guter Dinge, dass wir dort ein recht buntes Programm haben werden und würde mich freuen, wenn wir auch in der europapolitisch interessierten “Szene” das moderne Format der BarCamps etablieren könnten und diese Veranstaltung gut besucht würde.

Neben dem mitterweile obligatorischen Promitrack wird es natürlich, denn sonst wäre es ja kein BarCamp, viel Raum für eigene Ideen und Sessionvorschläge gehen. Ich habe selbst eine Session, wenig überraschend zur europäischen Blogosphäre, angemeldet und würde mich freuen in Hamburg ein Wenig mit euch diskutieren zu können.

Spanisches Bloggerfrühstück abgesagt

Mich erreichte heute Nachmittag die Benachrichtigung der PR-Agentur Burson-Marsteller [1], dass das für morgen geplante Bloggerfrühstück zur spanischen Ratspräsidentschaft “aufgrund eines zu geringen Rücklaufs abgesagt werden muss”. Es kommt in der Tat sehr kurzfristig, aber ich bin ehrlich gesagt wenig überrascht. Es ist ja leider nicht das erste Mal, dass die spanische Botschaft einen Termin platzen lässt. Euroblogger Julien Frisch hatte letzte Woche meine grundsätzliche Skepsis zu dem Format aufgenommen und seinen eigenen Schluss aus der Einladung gezogen:

“In advance, the “blogger breakfast” sounds like a big PR move, a story-teller on how transparent they are, while they actually don’t change their intransparency, they just extend it to a bunch of citizens who then write a blog about a two-hour breakfast paid by taxpayer money.”

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