Chermans go crazy about ze English of the Politikers

In Deutschland geht ein Video um. Es ist ein Mashup aus einem Interview vor längerer Zeit und einer Rede aus der jüngeren Vergangenheit, das der/die Benutzer/in PolitikWatch vor einigen Tagen auf youtube eingestellt hat. Es versucht den designierten EU Kommissar für Energie Günther Oettinger an seinen eigenen Forderungen zu messen, dass ausreichende Englischkenntnisse eine Grundvoraussetzung für die Arbeit in einer zusammenwachsenden Welt bildet.

“Englisch wird die Arbeitssprache. [Jeder] egal ob er Facharbeiter an der Werksmaschine, oder ob er Geschäftsführer ist, muss Englisch verstehen und sprechen können.”

Nicht zuletzt in dieser Ansprache zeigt Oettinger deutlich, wie es wirklich um sein Englisch bestellt ist. Schon der erste Press Point nach seiner Anhörung im Europäischen Parlament offenbarte die Erkenntnis, dass er wohl eher mit Dolmetscher arbeiten, oder seine Mitarbeiter Verhandlungen führen lassen sollte. Continue reading

Die Europäische Bürgerinitiative

Eine der vielen Veränderungen mit dem Vertrag von Lissabon ist die Schaffung eines Instrumentes zur direkten Bürgerbeteiligung, die Europäische Bürgerinitiative (European Citizens’ Initiative, ECI). Sie soll den Bürgern die Möglichkeit geben, die Europäische Kommission aufzufordern, in einem bestimmten Bereichen etwas zu unternehmen. Eines wird aber jetzt schon klar sein, sie wird keine richtige Initiative oder Bürgerentscheid sondern vielmehr eine europäische Petition werden. Voraussetzung dafür ist, dass mindestens eine Million Staatsangehörige aus einer erheblichen Anzahl von Mitgliedstaaten die Initiative unterstützen.

Was das genau heißt, ist bislang noch nicht geklärt. Für die Ausgestaltung hat die Kommission, wie oft üblich mithilfe eines Grünbuches (PDF) einen öffentlichen Konsultationsprozess eröffnet, indem jeder (Bürger, Organisationen etc.) noch bis Ende Januar 2010 Vorschläge für die Umsetzung einreichen können. Um an der Konsulation teilzunehmen reicht es sich Gedanken zu folgenden Fragen zu machen:

  1. Mindestzahl der Mitgliedstaaten, aus denen die Bürger kommen müssen
  2. Mindestzahl der Unterzeichner je Mitgliedstaat
  3. Kriterien für die Unterstützung einer Bürgerinitiative – Mindestalter
  4. Form und Abfassung einer Bürgerinitiative
  5. Anforderungen an die Sammlung, Überprüfung und Authentifizierung von Unterschriften
  6. Zeitraum für die Sammlung von Unterschriften
  7. Anmeldung geplanter Initiativen
  8. Anforderungen an Organisatoren – Transparenz und Finanzierung
  9. Überprüfung von Bürgerinitiativen durch die Kommission
  10. Initiativen zu ein und demselben Thema

Erst denken, dann posten

Medienkompetenz ist heute eine der wichtigsten Dinge, die wir gerade Jugendlichen und Kindern mit auf den Weg geben müssen. Das Internet ist längst eine Selbstverständlichkeit und gehört ganz natürlich zu unserem täglichen Leben und zu dem unserer Jüngsten. Die Grenzen zwischen Online- und Offlineidentität verschwimmen zunehmen und bergen wie fast alles im unbedachten Umgang auch Gefahren. Auf diese hinzuweisen und über mögliche Konsequenzen aufzuklären hat sich auch die Europäische Kommission auf die Fahnen geschrieben und neben den EU typischen Zentren und Hotlines auch den Safer Internet Day geschaffen, an dem auf den richtigen Umgang mit dem Internet und Mobilfunk aufmerksam gemacht werden soll.

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Ein Jahr aggregierte Euroblogs

Am 26. Januar 2009, ist ein kleines Projekt online gegangen, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Diskussion in der europäischen Blogosphäre auch denen zugänglich zu machen, die nicht den Überblick behalten können. Vor einem Jahr nämlich startete das ehrenamtliche Bloggingportal (@bloggingportal), das mittlerweile weit über 500 Weblogs zu europäischen Themen auf einer einzigen Seite bündelt und einen schönen Überblick darüber bieten, was gerade in Europa diskutiert wird. Wenige Helferinnen und Helfer sichten dazu seit einem Jahr mit ungebrochenem Fleiß und Eifer die unzähligen Beiträge, verschlagworten sie und stellen die Interessantesten auf die Startseite (Feedadresse des editor’s choice). Einen herzlichen Glückwunsch an die Gründer und Macher dieser tollen Gemeinschaftsleistung. (Es sei in diesem Zusammenhang übrigens auf den lesenswerten Artikel des European Journalism Centres über das Portal hingewiesen.)

Ich selbst helfe seit Juli an dem Aggregator mit. Es ist schon beeindruckend, was für eine Fülle von europäischen Themen in den nationalen Blogosphären behandelt wird und wie viele kluge Köpfe sich so unterschiedliche Gedanken zu Europa, der Europäischen Union und deren Politik machen und diese mit allen teilen. Allein ein bisschen mehr Kommunikation zwischen den Bloggern wäre noch wünschenswert. Außerdem wünsche ich mir von den vielen Euroblogs noch mehr Mut, auch in der eigenen Sprache zu bloggen und damit die Eurobubble wenigstens ein Wenig aufzustechen. Für’s nächste Jahr dann. ;-)

Bildnachweis: Bloggingportal.eu

Meeting the Spanish Presidency [Update]

This Monday (18 January) Spanish Foreign Minister Miguel Ángel Moratinos is following an invitation of JEF and Europa-Union Deutschland to speak about “Chances, Challenges and Priorities of the Spanish Presidency of the Council of the European Union in the light of the new EU-Treaty“. I will be attending and of course I’ll try to twitter from the event. Naturally Spain has already published its programme (PDF) for the first half of 2010 but since Moratino’s appearence is thought to have a discussion it would be rude not to pose any questions. Unfortunately and because of the hearings I haven’t really dealt with the Spanish presidency, yet. However  I know many of you have, so I’m asking you. Is there anything that you would like me to ask him?

[Update: 18 January] This is how life goes sometimes. Because of an ad-hoc Council of the Foreign Ministers on the issue of Haiti in BXL which took longer than scheduled, Moratinos couldn’t make the appointment this afternoon in Berlin. So, unfortunately I couldn’t get the questions in. Neither could the other 200 guests of the discussion. At least he had the time to talk to some German MPs. Good for them, too bad for us. :(

Source of the original photo: wikipedia.org