Ich bin es langsam leid. Hätte vor allem nicht gedacht, dass ich mich sogar auf dem politcamp09.de darüber hätte ärgern müssen. Aber jedes Mal, wenn ein neues Projekt/Kampagne gestartet wird, schreit irgendjemand auf, der oder die sofort eine Facebookgruppe aufmachen möchte. Als sich facebook für deutsche Studierende öffnete, war das sicherlich noch eine gute Idee, weil es einfach nicht ausreichende geeignete Features gab (so wie heute noch bei studiVZ, wenn man kein Budget hat). Spätestens mit der letzten Umstrukturierung der persönlichen Streams und dem Verhalten und dem Layout der damaligen “Pages” sind Gruppen den meisten Ansprüchen für “social web”-Aktivitäten jedoch unterlegen. Daher plädiere ich: Hört endlich mit diesen Gruppen auf, nutzt die Pages! Continue reading
Monthly Archives: May 2009
Ehrendoktor für Barroso?
Am 8. Mai 2009 fährt der Präsident der Europäischen Kommission nach Chemnitz, um sich dort von der Philosophischen Fakultät zum Dr. phil. honoris causa machen zu lassen. An sich ja keine besondere Meldung, wenn nicht eben gerade Europawahlkampf wäre. Hat denn der Kommissionspräsident in dieser heißen Phasen nichts besseres zu tun, als sich in der ostdeutschen Provinz von Ministerpräsidenten und Staatssekretären loben und von der TU Chemnitz mit der Ehrendoktorwürde auszeichnen zu lassen? Mir ist schon klar, dass er nicht selbst zur Wahl steht oder sich anderweitig dem Wahlvolk vorstellen müsste. Dass er sich vor der europäischen Bevölkerung präsentieren muss, haben EVP und SPE ja früh ausgeschlossen und sich auf eine weitere Amtszeit für den höchsten Aktenschlepper der Mitgliedsstaaten verständigt. Ich finde das im Übrigen höchst zweifelhaft, nicht nur wegen seiner Person sondern vor allem wegen der Aussage Martin Schulz’ unabhängig vom Ausgang der Wahlen zum Europäischen Parlament keinen eigenen Kandidaten für Barrosos Nachfolge nominieren zu wollen. Hallo? Das würde wohl keine Oppositionspartei in den Mitgliedsstaaten machen, siehe Gesine Schwan.
Anstatt durch Europa zu tingeln und nett zu lächeln, könnte er ja vielleicht aktiv daran arbeiten, die Wahlbeteilung europaweit anzuheben. Das wäre doch mal was! Es wäre nur zu schade, wenn die “Anyone but Barroso”-Kampagne einen weiteren Grund für ihre Kritik hätte.

