Separation day

Männertag mit Bollerwagen (Steffen Gebhart/public domain)

And there it is again, the very day that allows men to be just what they want. It’s Herrentag (Man’s day) in the Eastern part of Germany. (In the rest of the nation it is Father’s day or Ascension Day.) And like every other year men start in hordes, armed with beer cases preferably on a Bollerwagen (a wodden cart, see above), into the nature. It’s the trip itself that counts not the finish line. And at the end of day nobody is truly sober anymore. In fact, and that is for me the most frightening aspect of all, it is dangerous to be downtown when day is nearing its end. Especially in Chemnitz. Youngsters just don’t seem to know their limits, and police isn’t able to do anything against the situation.

But what are the women doing when their counterparts proof their manhood? According to what I heard they’re pretty much enjoying the day themselves, of course, with various of actions. So it’s a real Separation day first off.

Eklat an der DSB

Jetzt hat sie’s geschafft. Die Deutsche Schule Budapest (DSB) ist in den Medien. Und wie sollte es anders sein, es sind nicht die guten Nachrichten, die Schlagzeilen bringen. “Marionettenspiel?! – Eigenartige Machenschaften bei Neubesetzung des Direktorenpostens an der Deutschen Schule Budapest” berichtet morgen der Pester LLoyd und macht damit auf einen Zustand aufmerksam, der es mich als Ehemaligen gruseln lässt. Natürlich, ich bin nun sechs Jahre aus der Schule heraus, und auch das neue Gebäude habe ich nie im Schulalltag erleben dürfen. Dann hat die Schule jetzt auch noch ihren Namen geändert, heißt jetzt “Thomas-Mann-Gymnasium”. Im Prinzip könnte mir die Schule also eigentlich egal sein. Ist sie aber nicht. Und es macht mich betroffen, zu hören, dass nun die deutsche gegen die ungarische Seiten zu stehen scheint. Gerade dort, wo die beiden Kulturen am engsten miteinander leben und arbeiten, an einer Begegnungsschule.

Was ist nun aber passiert? Der Posten des Schulleiters wird vom BVA ausgeschrieben, dieses leitet dann die Bewerbung an den Stiftungsrat der Schule, der über die Personalie berät und entscheidet. Dabei hat der Rat vor allem zu berücksichtigen, dass der/die Bewerber/in möglichst nah an der aktuellen Bildungslandschaft in der Bundesrepublik ist, sodass die DSB ihrerseits auf aktuellem Stand bleibt und nicht hinter den Entwicklungen in Deutschland zurückfällt. Deswegen dürfen Entsandte nicht länger als acht Jahre an der Auslandsschule verweilen. Der einzige Kandidat, der vorgeschlagen wurde, erfüllt diese Vorraussetzung jedoch nicht, weil er schon im neunten Jahr in Ungarn tätig ist. Kurzum, das ganze wurde zum Politikum. Die Elternvertreter im Stiftungsrat bezweifeln die Korrektheit des gesamten Verfahrens, die Vertreter der Träger [1] widersprechen. Und kein Außenstehender sieht durch. Am Wenigsten die Eltern, die ein heiden Geld für eine gute Ausbildung bezahlen.

Dass die Eltern sich allerdings nicht mit einer unzureichend geklärten Situation zufrieden geben wollen, zeigt eine nach diesen Ereignissen spontan durchgeführte Unterschriftenaktion. Schließlich wird der zukünftige Leiter der Deutsche Schule Budapest in den voraussichtlich nächsten sechs bis acht Jahren nicht nur auf das Vertrauen des Stiftungsrates, sondern auch auf das der Eltern angewiesen sein, die mit ihrem finanziellen Beitrag erheblich zur Sicherstellung der Qualität des Schulbetriebes beitragen. Ihr Anliegen ist es nämlich, dass die Schule als Einrichtung unabhängig bleibt, nicht geleitet von politischen Interessen, sondern als deutsche Institution in einem Gastland, mit einem europäischen Anspruch. [2]

Bei dieser Farce bleiben mir ausnahmsweise mal die Worte im Halse stecken. Was soll man dazu sagen? Ich kann nur für alle Beteiligten hoffen, dass sie bald eine Lösung finden und endlich Transparenz schaffen. Solche politischen Mätzchen richten sich doch gegen die Grundideale in unserem europäischen Zusammenleben und sind gerade für so ein Beispielprojekt der Auswärtigen Bildungs- und Kulturpolitik nicht nur schädlich sondern auch peinlich.

 

Anmerkungen:

[1] Die DSB ist eine Schule, die von mehreren Parteien getragen wird. Das sind im Einzelnen die Bundesrepublik Deutschland, die Republik Ungarn, das Land Baden-Württemberg und die Stadt Budapest.

[2] Anja Csali: Marionettenspiel?! – Eigenartige Machenschaften bei Neubesetzung des Direktorenpostens an der Deutschen Schule Budapest, Pester Lloyd, 17.05.2007

Statusanzeigen-Guerilla

Wenn heute ohnehin schon mein persönlicher Tag der Internetphilosophie ist, dann will ich auch gleich noch folgendes loswerden.

Freunde der virtuellen und synchronen Internetkommunikation, wozu gibt es diese Statusanzeigen in den Instant Messengern überhaupt, wenn ihr sie doch nie benutzt, weil ihr immer abwesend, nicht verfügbar oder unsichtbar seid? Das ergibt überhaupt keinen Sinn! Die Messenger schalten doch nach einiger Zeit von allein die Anzeige um, wenn ihr wirklich mal nicht am Rechner seid. (Zumindest könnt ihr das einstellen.) Das konnte schon ICQ vor acht Jahren. Damals haben sich die meisten Nutzer auch noch daran gehalten, und es hat funktioniert. Heute schaffen das nur noch ungefähr ein Viertel meiner Kontakte.

Hier mein Aufruf: Gebt euch und euren wahren Status zu erkennen. Wenn ihr nicht angesprochen werden wollt, geht offline oder schaltet in den “Nicht-Stören-Modus”!

Hyvästi Eurooppa

The green room (arabella/flickr.com)

Ich gehörte natürlich wie angekündigt zu den einhundert Millionen Menschen, die sich am Sonnabend das europäische Fernsehereignis des Jahres nicht entgehen ließen. Wann sonst lässt sich unverholen und ganz offen das zelebrieren, woran man als aktiver Europafreund glaubt. Kulturelle Vielfalt – aus dem ganzen Kontinent. (Fast) Ohne Politik! Und ja, ich habe natürlich auch schwer mitgepunktet. Um’s gleich vorrauszuschicken, nur mäßig erfolgreich. Obwohl ich die ersten zwei Plätze richtig getippt habe, schaffte ich es nur, sieben der besten 12 und lediglich drei der besten sechsen zu raten. Auch meine Tipps, dass Spanien und Armenien auf den letzten beiden Plätzen landen würden, haben sich auch nicht bewahrheitet. (Eine Übersicht über die Platzierungen und die vergebenen Punkte findet sich beim NDR.)

So ist das nun mal! Womit ich mich aber eigentlich nicht abfinden möchte, und ich will damit gar nicht die Diskussion vorantreiben, die eine musikalische Teilung Europas in West und Ost vornimmt, aber es fällt doch schon auf, dass es eine unverhältnismäßige Verteilung der Stimmen auf Musik der Länder des östlichen Teils des Kontinents entfällt. Naja, es ist schon verständlich. Wenn dort mehr telefoniert und getextet wird, haben sie’s auch verdient. (Und nur nebenbei, die TOP 12 gehen überwiegend auch in Ordnung.) Was aber machen, dass die gute Musik aus Frankreich, Deutschland usw. (mit Ausnahme des Vereinigten Königreich – die waren wirklich schlecht!) auch angemessen platziert wird? Immerhin gibt es ja schon Quotenregelungen. Die Finanziers des Ereignisses müssen ja nicht einmal durch das Halbfinale (ein Glück, oder?). Müssen wir die Hürde herabsetzen, die es verhindert, dass Menschen am Abstimmungsprozess teilnehmen? (Gibt’s da eigentlich Zahlen für?) Ich für meinen Teil hätte mitgemacht, wenn es online oder zumindest kostenfrei möglich gewesen wäre. Ich hätte übrigens für Frankreich angerufen :). Oder ist es tatsächlich eine Mentalitäts- oder Kulturfrage?

Die Österreicher haben damals protestiert und boykottiert. Die Schweizer sind aufgebracht. Es wird zu sehen sein, wie sie reagieren. Und wir Deutschen, nun wir haben eigentlich ja schon vor dem Wettbewerb resigniert und freuen uns irgendwie schon, dass wir nicht Letzte geworden sind. Es muss sich also was verändern. Aber was nur? Und wie? Ich habe da noch keinen rechten Plan! Wir werden es wohl sehen; für 2009 sind ja wohl schon Veränderungen im Reglement angekündigt, wenn ich’s richtig verstanden habe.

So lange also erst mal Hyvästi aus Helsinki und nächstes Jahr Dobro došli in Beograd.

Tervetuola Eurooppa

Eurovision Song Contest 2007

Unheimlich motivierte Moderatoren, ein Flaggenmeer, das europäischen Gleichmachern das Fürchten lehrt, und viel Lärm.

So wird wohl aller Voraussicht nach der Grand Prix Eurovision de la Chanson auch dieses Jahr aussehen. Wer also dachte, dass die Finnen es im kühlen und hohen Norden ruhiger angehen lassen würden, hat sich getäuscht. Zumindest gab das heutige Halbfinale allen Anlass zu dieser Vermutung.

Was mich indes beruhigt hat, war die Feststellung, dass es außer der Ukraine keine großen Ausreißer gab, die es ins Finale geschafft haben. Alles in allem wird die Show allerdings wieder sehr laut für Ohren und Augen. Aber das sind wir von den letzten Jahren ja so gewohnt. Und Europa gefällt’s wohl.

Was auch dieses Jahr aber wieder super gelungen ist, sind die kleinen Filmchen über das ausrichtende Land zwischen den Liedern. Toll! Macht richtig Lust auf Finnland.

Im Übrigen: Wer das Halbfinale nochmal sehen möchte, bleibe im Netz. Es kann noch bis Freitag, 20 Uhr online angeschaut werden, auf Eurovision.tv.

Das eigentliche Ereignis werde ich jedenfalls heuer nicht verpassen!