.. klingt das zunächst befremdlich. Wenn man sich das Projekt dahinter anschaut, und feststellt, dass es sich mal wieder um irgendwas mit Twitter handelt, schon weniger. Ob Twitter nun Fluch oder Segen ist, möchte ich an dieser Stelle gar nicht beantworten. Es scheint klar, dass der Dienst für viele Zwecke geeignet ist, aber eben nicht für alle und vor allem nicht für alle Zielgruppen. Seit Obama (lege schnell 2 Euro ins Phrasenschwein oder die buzz word box) meint die Politik, im Internet das Allheilmittel gegen Desinteresse in der Bevölkerung gefunden zu haben. So leicht ist das natürlich nicht. Es hat sich aber nicht zuletzt in der Bundestagswahl gezeigt, dass jene, die offen mit den digitalen Medien umgehen und sie nutzen, um in den Dialog treten, in der Tat neue Wählerschaften erschließen können. Jene, die drei Mal die Links zu ihren Pressemitteilungen getwittert haben, werden wohl kaum Wähler deswegen verloren haben, neue gewonnen, haben sie aber mit Sicherheit nicht über Twitter, Facebook und die VZs. Dialogbereitschaft, Authentizität und viele andere Schlagwörter wird sich die Politik noch länger anhören müssen, bis wir Internetwahlvolk endlich zufrieden sind. Continue Reading »
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Posted 22 August 2010
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Deutsch
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Wir nähern uns in großen Schritten dem Ende der Sommerpause. Die Damen und Herren Europaabgeordnete haben noch eine Woche Urlaub, bevor es wieder in die Ausschüsse und Fraktionen geht.
Auch die Parteimitglieder und vielen Aktivisten der europäischen Sozialdemokraten haben die Sommerpause genutzt, sich Gedanken um die eigene Zukunft zu machen. Während der letzten Wahl zum Europäischen Parlament hat es für sie nicht zu einer Mehrheit gereicht. Sie hatten daher nicht viel mitzureden bei der Bestätigung des Kommissionskollegs rund um Präsident Barroso. Ohnehin hatte sich die SPE im Vorfeld sehr bedeckt gehalten.
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Posted 22 August 2010
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Deutsch
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Nachdem ich vollmundig meine Idee von “Better Know A Euroblog” verkündet habe, liegt nun auch die moralische Pflicht bei mir, die Idee weiter umzusetzen. Das sagte mir kein geringerer, als der Großvater der Euroblogs. Das meine ich nur im besten Sinne.
Der Jurist Ralf Grahn bloggt seit April 2007 regelmäßig auf Grahnlaw (englisch), und ab und zu auf Eurooppaoikeus (finnisch) und Grahnblawg (schwedisch) über EU-Recht und Politik. Aber wie ein prototypischer Großvater versucht er alle in aktuelle Diskussionen einzubeziehen. Er hat nicht nur einen exzellenten Überblick über die vielen verschiedenen Euroblogs, er meldet sich auch zu Wort, unprätentiös, informiert und offen.
Wer wissen möchte, was gerade heiß in der Blogosphäre zu Europa (oder auch im europapolitischen Twitterverse) diskutiert wird, konnte schon vor der wöchentlichen Blogschau des bloggingportals bei ihm Überblick finden. Dabei setzt allein schon seine Blogstatistik ein Ausrufezeichen. Grahnlaw hat in diesen Jahren bislang 1763 Posts veröffentlicht. Diese hohe Rate beeindruckt besonders, weil seine Beiträge eben nicht bloßes Wiedergeben von Links und youtube-Videos sind, sondern ehrlich recherchierte Analysen und Hinweise auf aktuelle Entwicklungen in Europarecht und -politik.
Selbst im Sommerloch ruht er nicht und bringt die oftmals vielleicht selbstreferentiellen, jedoch in der Entwicklung wichtigen, Debatten zur Euroblogosphäre voran, versucht zu motivieren und bindet viele neue Europainteressierte ein. Er ist ein wahrer Motor dieser Euroblogs.
Wer ihn noch nicht liest, sollte dies schnellstmöglich nachholen. Grahnlaw ist eine wahre Perle in den Tiefen der europapolitischen Analyse.
PS: Ralf ist im Übrigen auch der Urheber der multilingual comment policy, die auch europaeum einsetzt.
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Posted 04 August 2010
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Deutsch
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German intellectuals like Habermas, Enzensberger, and former leaders like Herzog and Boltkestein (though Dutch *g*) have been criticising the European Union’s leadership and the influence of lobbyists and centralistic bureaucrats in the institutions throughout this year.
Now former chancellor Helmut Schmidt joined the choir. In a recent TV documentary about former German finance minister Per Steinbrück and the finance crisis he takes on the leadership and the recent EU enlargement. He is being quoted by euractiv:
There is no leader at the moment. It is a worse situation than we have ever experienced in the 60 years of European integration. [...]
In the Maastricht conference, we were twelve member states. We’ve then become 15 and then 20 and 26 and 27. This is all nonsense. [...]
It was right to give them psychological support. For that a NATO membership would have been sufficient, it would have satisfied even the Americans. But to have them join the European Union, without us having adjusted the rules of that giant club accordingly, that was a catastrophic mistake.
(euractiv.de/own translation, 02 August 2010)
I support the people that care about the future of Europe as a common project. They raise their voice to stimulate a debate and they’re being heard by an intellectual elite, sometimes even politics. Many of these accusations are far too comprehensible. I share much of their criticism. But I cannot take these grumpy old white men serious any longer. Sure, they’ve been there, they’ve done it all. I mean, they basically created the European Union and all that goes with it. But as long as I have the image of Statler and Waldorf in my head, every time they bring up new critique and bash current politics without being anything close to constructive I’m not willing to accept it, even if I share their opinions. (Imagine they blogged. I’m not sure they would comments.)
Update (August 3, 2010):
While I was writing this post Jon Worth thought about Schmidt, too, and why he’s right.
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Posted 03 August 2010
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English
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Die Abstimmung über den umstrittenen Gesetzesvorschlag, der italienischen Journalisten und Blogger einen Maulkorb verpasst könnte, ist am vergangenen Donnerstag von der Abgeordnetenkammer auf September verschoben worden.
Dieses legge bavaglio sorgte ja in den letzten Wochen für viel Aufsehen, nicht zuletzt, weil ein Großteil der italienischen Presse sowie der freien Radio- und Fernsehsender am Anfang des Juli in einen 24-stündigen Nachrichtenstreik als Protest gegen den Vorschlag für das neue Abhör- und Mediengesetz getreten ist.
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Posted 03 August 2010
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Deutsch
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